kepu94

KEPUWEB

» HAUPTSEITE « » ÜBER MICH « » MEINE SPIELE « » AUSSTATTUNG « » SONSTIGES « » KONTAKT «

Nintendo Wireless Keyboard Testbericht

vom 30. Mai 2014 · Änderungen vorbehalten

Am Dienstag, den 27. Mai 2014 habe ich mich ein bisschen im Internet nach solchen Deals umgeschaut und aus Zufall entdeckte ich eine interessante Sache: eine Bluetooth-Tastatur für gerade mal 10 €. Einziger Haken: diese Tastatur gibt es nur im Bundle mit einem Spiel für den Nintendo DS.

Nichts desto trotz hab ich mich mal durch die Materie dieser Tastatur gelesen und es klang alles sehr interessant. Man bekäme für wenig Geld eine recht ordentliche - wenn auch kleine - Bluetooth-Tastatur. Das wäre selbst für Nicht-Besitzer eines Nintendo DS interessant.

Dann mal eben beim Deal zugeschlagen - das Ding für 10,90 € bei Amazon bestellt und am Freitag kam es auch schon an. Schön verpackt wie man es von Amazon so gewohnt ist. Dann hab ich diese große Box vor mir:

Die Verpackung 1
Die Verpackung in den Maßen 12,8 x 27,7 x 4,3 cm

Eine relativ ungewöhnliche Größe für ein Nintendo DS-Spiel, aber man muss bedenken, dass sich ein nettes Gadget in der Packung befindet, was man auch schon auf dem Cover erkennen kann. Selbst auf dem Cover ist das QWERTZ-Tastaturlayout drauf. Das ist sonst nicht immer der Standard, dass bei einer Tastatur mit deutschem Layout auch auf der Verpackung eine Tastatur mit deutschem Layout abgebildet ist. Gewichtstechnisch ist die Verpackung ziemlich leicht.

Die Verpackung 2
Die Rückseite der Verpackung

Auch hier wurden von den jeweiligen deutschen Versionen der in dieser Verpackung enthaltenen Gegenstände Screenshots bzw. Fotos gemacht. Auf das Spiel kann ich allerdings schlecht eingehen, da ich keinen Nintendo DS besitze.

Das Klebeband durchgeschnitten und schon lässt sich die Verpackung relativ stressfrei öffnen. Man holt folgendes aus der Verpackung raus:

Der Verpackungsinhalt
Der Verpackungsinhalt

Relativ kompakt und platzsparend verpackt findet man folgendes vor:

  • das Nintendo DS-Spiel "Lernen mit Pokémon - Tasten-Abenteuer"
  • 2 AA-Batterien von Maxell
  • Nintendo DS-Kompaktaufsteller
  • Nintendo-Drahtlostastatur (Verbindungsart: Bluetooth)

So sieht übrigens das Spiel aus, was normalerweise der Kaufgrund sein sollte :) Aber diese Verpackung ist dennoch wichtig, weil sich darin die Bedienungsanleitung für die Tastatur befindet. Nicht zu übersehen ist der Hinweis in der oberen linken Ecke, ohne Tastatur würde das Spiel auch wenig Sinn machen. Natürlich auch nicht zu übersehen: das inzwischen ziemlich groß gewordene USK-Logo.

Das Spiel
Das Spiel

Auch gar nicht so uninteressant ist der Klappaufsteller. Natürlich kann man auch hier eine Zweckentfremdung anwenden, denn man muss ja nicht zwingend einen Nintendo DS draufstellen. Es funktioniert genauso gut auch mit Tablets oder Smartphones (sieht man weiter unten noch). Über diesen Klappaufsteller braucht man nicht viel sagen, er verrichtet seinen Dienst ganz souverän. Nicht mehr, nicht weniger. Das Material ist simples Plastik und der Aufsteller ist dank Gumminoppen unten schön rutschfest. Der Neigewinkel lässt sich ebenfalls justieren.

Der Klappaufsteller
Der Klappaufsteller

Kommen wir nun aber zu der Sache, auf die ich die ganze Zeit ein Auge geworfen habe: die Tastatur.

Die Tastatur
Die Tastatur

Die Tastatur ist fast so groß wie die Verpackung. Diese Größe ist nicht besonders überraschend, wenn man sich mal das Spiel anschaut, mit dem es mitgeliefert wurde. Darauf sollen Kleinkinder das Tippen auf der Tastatur lernen. Entsprechend dimensioniert sind die Tasten. Dennoch hat sie ein erstaunlich gutes Tastaturlayout, fast alle Tasten, die man von einer normalen Computertastatur kennt, sind vorhanden. Und es ist auch alles da, wo es sonst hingehört. Entsprechend gut sind auch die Funktionstasten wie ENTER, SHIFT oder die Rücktaste dimensioniert. Windows-Nutzer werden hier sicherlich die F-Tasten vermissen, dennoch gibt es da eine kleine Notlösung (siehe weiter unten). Die Tastatur ist sehr leicht, bei der Materialwahl ist das aber auch kein Wunder. Es dominiert Plastik, man findet allerdings nirgends den inzwischen trendigen Klavierlack vor, was schon mal von Vorteil ist. Richtig billig wirkt sie dennoch nicht. Die weiße Gehäusefarbe mag Geschmackssache sein, mir gefällt sie zumindest. Zumal man sie dadurch auch im Dunkeln besser erkennen kann. :)

Die Rückseite der Tastatur mit den Batterien
Die Rückseite der Tastatur mit den Batterien

Ein kleiner Größenvergleich. Wie bereits erwähnt, werden auch 2 AA-Batterien der Marke "Maxell" mitgeliefert. Die Rückseite hat nichts besonderes zu bieten außer der Batterieklappe, zwei Lücken unten, der etwas dicken Erhebung oben und den 11 Schrauben. Man bemerke auch hier die Gumminoppen, diese machen die Tastatur rutschfest. Diesen Dienst verrichtet sie gut, wenn auch nicht so gut wie meine Cherry-Tastatur.

Das Einlegen der Batterien
Das Einlegen der Batterien

Die Batterien werden in die Erhebung der Tastatur eingelegt. Dafür muss der Deckel zur rechten Seite verschoben werden. Es gibt eine Extra-Markierung, wie rum die Batterien rein müssen. Das geht kinderleicht und ist in wenigen Sekunden erledigt. Klappe zu und die Tastatur sollte jetzt auch anspringen. Leider hilft da nur probieren, da man nirgends feststellen kann, ob die Batterien noch genug Saft haben.

Größenvergleich mit Cherry-Tastatur
Größenvergleich "Nintendo Wireless Keyboard" und "Cherry MX-Board 3.0"

Viel Spielraum für die Tasten gibt es bei der Nintendo-Tastatur nicht, doch hier kann man gut sehen, wie kompakt sie gegenüber der Cherry-Tastatur ist. Die Platzeinsparung fällt sofort ins Auge.

Jetzt ist es auch mal an der Zeit, die Tastatur in der Praxis auszuprobieren. Da es sich um eine Bluetooth-Tastatur handelt, kann sie mit (fast) jedem x-beliebigem Bluetooth-Gerät verbunden werden, das eine externe Eingabemöglichkeit unterstützt (z.B. Smartphone, PC, Spielekonsole etc.). Bei mir habe ich es mit 3 Geräten ausprobiert und das Ergebnis will ich der Reihe nach zeigen.

Als erstes testete ich ein Nexus 4 der Marke LG, ein damaliges Oberklasse-Smartphone mit der aktuellen Android-Version 4.4.2. Laut Spezifikationen verfügt es über Bluetooth 4.0, also ideale Bedingungen.

Die Verbindung erfolgt über das Aktivieren von Bluetooth beim Smartphone. Sobald man das Übersichtsmenü vor sich hat, muss die Tastatur mit gleichzeitigem Gedrückthalten der FN-Taste über den Schalter oben rechts eingeschaltet werden. Die Tastatur sollte nun im Menü erscheinen. Diese wird nun ausgewählt. Jetzt muss ein Pairing-Code eingegeben werden, allerdings auf der Bluetooth-Tastatur. Der Zahlencode wird dort abgetippt und mit der ENTER-Taste bestätigt. Die Tastatur ist nun mit dem Smartphone verbunden.

Nexus 4 Bluetooth-Menü
Die verbundene Tastatur erscheint im Bluetooth-Menü des Nexus 4

Die Verbindung klappte hervorragend, innerhalb von einer Minute war die Tastatur via Bluetooth mit dem Smartphone verbunden. Für den Schreibtest habe ich die App "Notizen" geöffnet und einen kleinen Text eingetippt. So sah übrigens der Versuchsaufbau aus:

Versuchsaufbau mit Nexus 4
Versuchsaufbau mit Nexus 4

Der Beispieltext
Der Beispieltext

Die Tastatur hat einen guten Tastenanschlag für eine gewöhnliche "Rubberdome"-Chiclet-Tastatur, in Anbetracht der Preisklasse ist diese aber gar hervorragend. Auch relativ große Hände sind durchaus in der Lage, die Tasten gut und sicher zu treffen. Ich habe mich zum Beispiel bei diesem Beispieltext nicht verschrieben. Dennoch sollte man keine hohen Schreibgeschwindigkeiten anwenden, da neigt man eher zu Vertippern.

Man bemerke den Schrägstrich im Text. Das Betriebssystem hat scheinbar das Tastaturlayout nicht korrekt erkannt und dieser Tastatur automatisch das englische zugewiesen. Wo im deutschen Layout ein Strich ist, ist beim englischen ein Schrägstrich. Doch das lässt sich relativ einfach beheben.

Tastaturlayout-Konfiguration
Tastaturlayout-Konfiguration

Im Menü "Sprache & Eingabe" lässt sich das Tastaturlayout umkonfigurieren auf Deutsch. Bemerkenswert ist die Bezeichnung "Broadcom Bluetooth HID". Vielleicht verwendet diese Bluetooth-Tastatur einen Bluetooth-Chip von Broadcom?

Der Beispieltext nach der Konfiguration
Der Beispieltext nach der Konfiguration

Nach der Konfiguration wird nun auch aus dem Strich endlich ein Strich. Und das WLAN ist nicht wegen der Tastatur weg ;)

Alle Tasten und auch die Tastenkombinationen wie ALT + UMSCHALT haben funktioniert. Nur beim Drücken der Haustaste passierte nichts, wo ich eher erwartet hätte, beim Druck dieser Taste auf den Homescreen zurückkehren zu können.

Versuchsaufbau mit Lenovo ThinkPad Edge E130-3358AE3
Versuchsaufbau mit Lenovo ThinkPad Edge E130-3358AE3

Der nächste Versuch wurde mit meinem ...-Notebook durchgeführt. Dieser verfügt ebenfalls über Bluetooth 4.0. Hier ist der Pairing-Vorgang ähnlich wie beim Nexus 4. Allerdings muss man sich hier durch recht umständliche Menüs kämpfen, wie es bei Windows 8.1 eben üblich ist. Über die Lenovo-Software wird vorher das Bluetooth-Modul aktiviert und dann zum Bluetooth-Menü in der Metro-Systemsteuerung gewechselt. Die Tastatur wird wieder nach der üblichen Prozedur eingeschaltet. Auch hier wird die Tastatur problemlos vom Notebook erkannt.

Pairing unter Windows 8.1
Pairing unter Windows 8.1

Wie auch beim Smartphone muss über die Bluetooth-Tastatur eine Zahlenkombination eingegeben werden, diese ist bei Windows allerdings etwas länger. Diese Zahlenkombination muss ebenfalls mit der ENTER-Taste bestätigt werden. Diese Prozedur verlief auch relativ problemlos, allerdings nicht so flott wie bei Android (kann aber auch am Betriebssystem liegen).

Versuchsaufbau mit Hauptrechner
Versuchsaufbau mit Hauptrechner

Natürlich wurde noch ein Test am Hauptrechner mit Windows 7 durchgeführt. Da dieser allerdings nicht über ein integriertes Bluetooth-Modul verfügt, musste eine Alternative gefunden werden.

Bluetooth-Adapter
Bluetooth-Adapter an einem USB 2.0-Hub

Am Hauptrechner musste am USB-Hub ein Bluetooth-Adapter angeschlossen werden. Hier kam mein kleiner Nano-Bluetooth 2.0 (?)-Adapter der Marke Trust zum Einsatz. Die Verbindungsprozedur verlief wenigstens über gleich aussehende und verständlichere Fenster. Wie auch zuvor musste die Bluetooth-Tastatur nach Vorschrift eingeschaltet werden und sie wurde dann auch vom Bluetooth-Adapter erkannt.

Pairing unter Windows 7
Pairing unter Windows 7

Wie auch bei Windows 8.1 musste ein langer Pairing-Code auf der Bluetooth-Tastatur eingegeben und mit der ENTER-Taste bestätigt werden. Hier dauerte die Verbindungsprozedur allerdings noch ein bisschen länger als bei Windows 8.1. Aber nachdem die Benachrichtigung kam, das Gerät sei einsatzbereit, konnte die Tastatur auch problemlos verwendet werden.

Erstaunliches musste ich beim Testen unter Windows feststellen: die Haustaste funktionierte und agierte als Windows-Starttaste, sprich sie öffnete das Startmenü. Was aber noch erfreulicher ist - man kann auf die F-Tasten zugreifen. Ich habe einfach mal die Kombination "FN + 1" gedrückt und zumindest unter Windows 7 öffnete sich die Hilfe. Entsprechend würde das heißen, das man durch die Tastenkombination FN + irgendeine Zahl die entsprechende Funktionstaste betätigen würde. Dies würde allerdings mit F11 und F12 nicht funktionieren, da die Tasten neben der Löschtaste keine Zweitbelegung über FN besitzen.

Auch aus längerer Entfernung habe ich Tasteneingaben versucht. Auch nach gefühlten 5 Metern und einer Wand dazwischen (dick bis dünn) wurden die Tasteneingaben erkannt. Wäre allerdings kein relalistisches Szenario, da man schon sehen will, was man schreibt. Wenn man zum Beispiel auf der Couch sitzt und mit der Tastatur sein Media Center bedienen möchte, ist dies problemlos möglich.

Diese Tastatur gibt es auch in schwarzer Gehäusefarbe. Allerdings muss man sich diese aus Japan importieren lassen, da es sie nur dort gibt. Dementsprechend gibt es sie auch nur mit dem englischen QWERTY-Layout. Das deutsche QWERTZ-Layout gibt es nur bei der weißen Gehäusefarbe.

Fazit

Alle Sachen zusammen
Der gesamte Verpackungsinhalt (Batterien in der Tastatur)

Auch wenn man sich für das Spiel nicht sonderlich interessiert oder es sich nicht holen kann, weil man die Spielekonsole nicht besitzt, lohnt es sich dennoch, dieses Nintendo Wireless Keyboard zu holen. Für einen relativ kleinen Preis erhält man eine kompakte und kleine Bluetooth-Tastatur zum erschwinglichen Preis. In dieser Preisklasse besitzt es eine gute Verarbeitung, einen hervorragenden Tastenanschlag und ein zufriedenstellendes Tastaturlayout. Auch die Verbindung klappt hervorragend. Wer große Hände hat, sollte allerdings seine Schreibgeschwindigkeit vermindern, da man schnell zum Vertippen neigt. Allerdings muss man bedenken, dass diese Tastatur auch für Kleinkinder konzipiert wurde. Nichts desto trotz ist diese Bluetooth-Tastatur ohne Einschränkung für die zu empfehlen, die nicht viel Geld für eine kompakte und gute Bluetooth-Tastatur ausgeben wollen.

Zurück zur Übersicht

YouTube-Kanal     Facebook-Seite     Twitter-Account     Twitch-Kanal     Discord-Server

Copyright © 2013-2017 kepuWeb
Impressum